Haus der Vereinten Nationen

Auf der Klausurtagung der Fraktion Mitte April 2018 haben wir beschlossen, das Projekt "Haus der Vereinten Nationen" zu unterstützen:

Die CDU-Fraktion setzt sich dafür ein, das Palais am Festungsgraben zukünftig zu einem
„Haus der Vereinten Nationen“ zu entwickeln.

Dieses Nutzungskonzept hat zum Ziel, den heute ungeordnet über die Stadt verteilten zivilgesellschaftlichen Initiativen und Organisationen der internationalen Politik eine neue
Heimat zu geben. Unsere Absicht ist es, einen öffentlichen Ort der Begegnung zwischen der
internationalen Politik und unserer vielfältig engagierten Stadtgesellschaft zu schaffen. Von
den Synergie-Effekten der räumlichen Bündelung internationaler Einrichtungen würde das
Umfeld und die Stadt insgesamt profitieren.

Ein „Haus der Vereinten Nationen“ wäre Berlins Beitrag dazu, die Zusammenhänge internationaler
Politik begreiflich und in seiner Mitte erlebbar zu machen. Nicht erst die weltweite
Flüchtlings- und Migrationskrise sollte auch dem Letzten die Bedeutung einer funktionierenden
internationalen Ordnung vor Augen geführt haben. Um so wichtiger ist es, ihren
politischen und gesellschaftlichen Akteuren in der deutschen Hauptstadt einen festen Ort
zu geben.

Der enge räumliche Zusammenhang des Palais am Festungsgraben mit Auswärtigem Amt,
dem künftigen Humboldtforum sowie den weiteren umliegenden Einrichtungen des politischen
und kulturellen Hauptstadtlebens bietet die einmalige Chance, eine solche Einrichtung
von internationaler Strahlkraft im Herzen Berlins zu etablieren. Der aktuelle Senat und
der amtierende Kultursenator sind dabei, diese Gelegenheit zugunsten der diffusen und
farblosen Idee eines ‚multifunktionalen Kultursalons’ mutwillig zu verspielen.

Die CDU-Fraktion fordert den Senat von Berlin deshalb auf, sich auf eine Nutzung der Liegenschaft
als „Haus der Vereinten Nationen“ festzulegen und sich mit den zahlreichen Initiatoren
und Unterstützern des Konzepts über Details der Umsetzung und Finanzierung
zeitnah zu verständigen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die vorhandene Infrastruktur
(Theater im Palais) auch der künstlerischen Auseinandersetzung mit den vielfältigen Facetten
und Auswirkungen internationaler Politik geeigneten Raum bietet und deshalb in das
Nutzungskonzept integriert werden sollte. Dafür bietet sich eine Kooperation mit dem benachbarten
Maxim-Gorki-Theater an.

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