Münchener Erklärung der wirtschaftspolitischen Sprecher

Fachkräftemangel angehen

Unser Land braucht geeignete und qualifizierte Fachkräfte in großer Zahl. Kein Arbeitsplatz soll unbesetzt bleiben, weil es an Fachkräften fehlt. Wir wollen das Arbeitskräftepotenzial in unserem Land besser ausschöpfen, neues Wachstum schaffen und die Arbeitslosigkeit weiter verringern. Wir werden unsere Anstrengungen in den Bereichen Bildung, Ausbildung und Weiterbildung erheblich ausbauen.

- Im Besonderen bekennen wir uns zur beruflichen Bildung und wollen sie weiter stärken.

- Wir werden den Meisterbrief erhalten. Wir werden prüfen, wie wir ihn für weitere Berufsbilder EU-konform einführen bzw. wieder einführen können.

- Durch einen „Meisterbonus“ wollen wir ermöglichen, dass bei bestandener Meisterprüfung angefallene Gebühren ganz oder teilweise erstattet werden.

- Wir werden gemeinsam mit Ländern, Kammern und Sozialpartnern das Modell der „Höheren Berufsbildung“ etablieren. Das heißt: Mehr und neue Aufstiegschancen für dual Ausgebildete. Damit eröffnen wir aufstiegsorientierten Menschen ohne Abitur und Studium neue attraktive Karriereperspektiven.

- Zusätzliche Beratung, passgenaue Unterstützungsangebote sowie Qualifizierung werden die Attraktivität der beruflichen Bildung steigern und für mehr Abschlüsse sorgen.

- Als Beitrag zur Steigerung der Attraktivität von Berufsbildern, zu gesundem, qualitätsorientierten Wettbewerb und für zukünftig auskömmliche Renten in vielen Branchen des Dienstleistungs- und Transportsektors und Teilen des Handwerks brauchen wir u.a. Instrumente gegen die „Abwärtstendenz zum Mindestlohn“.

Den Fachkräftezuzug nach Deutschland haben wir in den vergangenen Jahren bereits erheblich  verbessert und vereinfacht. Dieser Bedarf wird in den nächsten Jahren weiter steigen – aufgrund unserer guten wirtschaftlichen Entwicklung und wegen der rückläufigen Zahl junger Menschen, die neu ins Erwerbsleben eintreten. Ausreichend Fachkräfte, die dem Arbeitsmarkt in den verschiedenen Bereichen zur Verfügung stehen, ziehen ihrerseits die Schaffung weiterer Arbeitsplätze nach sich.

- Wir fordern deshalb ein Regelwerk zur Steuerung von Einwanderung in den Arbeitsmarkt, das sich am Bedarf unserer Volkswirtschaft orientiert.

- Ein solches „Fachkräfte-Zuwanderungsgesetz“ soll die bereits bestehenden Regelungen zusammenfassen und, wo nötig, effizienter gestalten.

- Voraussetzung sind der Nachweis eines konkreten Arbeitsplatzes und die Sicherung des Lebensunterhalts. Eine Einwanderung in die sozialen Sicherungssysteme lehnen wir ab.

- Mit einer klug gesteuerten und begrenzten Einwanderungspolitik für Fachkräfte unterstützen wir die Schaffung von Arbeitsplätzen in Deutschland und verringern spürbar die Attraktivität von illegaler Einwanderung und Migration.

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